Für viele, die neugierig auf Snus sind, können die Begriffe „weißer Snus“ und „herkömmlicher Snus“ verwirrend sein. Worin besteht eigentlich der Unterschied? Geht es nur um die Farbe – oder um grundlegende Dinge wie Inhalt, Geschmack, Gesundheit und Anwendungserlebnis?
In diesem Artikel erklären wir die Unterschiede zwischen weißem Snus (auch „All White“ genannt) und traditionellem Snus (brauner Snus), damit du als Nutzer oder Einsteiger ein klares Bild der jeweiligen Produkte bekommst.
Rohstoffe und Inhalt – Tabak oder nicht?
Der grundlegendste Unterschied zwischen weißem und herkömmlichem Snus liegt im Inhalt. Brauner Snus wird aus gemahlenem Tabak hergestellt, der mit Wasser, Salz, Aromen und ggf. Feuchthaltemitteln gemischt wird. Er enthält natürliches Nikotin aus der Tabakpflanze.
Weißer Snus hingegen ist komplett tabakfrei. Stattdessen besteht er aus Pflanzenfasern, meist Zellulose aus Holz, die als Trägermaterial für Nikotin und Aromen dienen. Das Nikotin kann synthetisch oder aus Tabak extrahiert sein, aber das Produkt enthält keinen physischen Tabak.
Deshalb empfinden viele weißen Snus als „reiner“ – sowohl im Geschmack als auch im Mundgefühl. Er riecht weniger und verfärbt die Zähne nicht.
Unterschiede in Aussehen, Geschmack und Gefühl
Brauner Snus hat eine dunklere Farbe, feuchte Konsistenz und oft einen kräftigen, erdigen oder rauchigen Geschmack. Er ist als loser oder portionierter Snus erhältlich, mit unterschiedlicher Feuchtigkeit und Stärke.
Weißer Snus ist außen trocken und innen feucht. Er ist immer portioniert, und die Beutel sind diskret weiß – fast unsichtbar unter der Lippe. Der Geschmack ist meist frischer und vielfältiger – etwa Minze, Beeren, Lakritz, Zitrus oder Kaffee.
Viele empfinden weißen Snus als milder und weniger „schmierig“. Da er weniger rinnt als brauner Snus, ist er im Alltag leichter zu handhaben.
Nikotin und Stärke – Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Beide Snusarten enthalten Nikotin, aber die Abgabe unterscheidet sich. Bei braunem Snus wird Nikotin schnell freigesetzt, da der Tabak feucht ist. Bei weißem Snus erfolgt die Freisetzung langsamer, da der Beutel außen trocken und innen feucht ist.
Die Stärke variiert bei beiden – von milden Produkten mit 2–4 mg bis zu starken Varianten mit 15–20 mg oder mehr. Da weißer Snus manchmal synthetisches Nikotin enthält, kann die Stärkeempfindung je nach Produkt und individueller Sensibilität unterschiedlich ausfallen.
Praktische Unterschiede für den Anwender
Hier einige konkrete Unterschiede, die du als Nutzer zwischen weißem und herkömmlichem Snus erwarten kannst:
- Weißer Snus ist geruchsneutral und unter der Lippe kaum sichtbar.
- Weiße Snusprodukte bieten oft vielfältigere Geschmacksrichtungen.
- Brauner Snus rinnt oft mehr als weißer.
- Weißer Snus verfärbt die Zähne nicht wie Tabak.
- Brauner Snus gibt es als Portion und lose, weißer nur als Portion.
Welcher Snus passt zu dir?
Wenn du klassische Snusgeschmäcker und ein starkes Nikotinerlebnis bevorzugst, ist herkömmlicher Snus die naheliegende Wahl. Wenn du hingegen ein diskretes, tabakfreies und frisches Produkt mit Geschmacksvielfalt und einfacher Handhabung suchst, ist weißer Snus eine ausgezeichnete Wahl.
Beide Varianten haben ihre eigenen Stärken – es gibt kein „besser“ oder „schlechter“. Es kommt ganz auf deine Vorlieben an und wie du das Produkt nutzen möchtest. Viele Snusnutzer wechseln je nach Situation, Geschmack und Bedarf zwischen den beiden Varianten.